Herrschaft Ostwestfalens wieder hergestellt - Telekom Post-Sportverein Bielefeld e.V.

Mein Verein fürs Leben.

Informationen

Seiteninhalt: Herrschaft Ostwestfalens wieder hergestellt

Herrschaft Ostwestfalens wieder hergestellt

H2

Eine große Aufgabe galt es am vergangenen Samstag zu meistern, war doch der Tabellenzweite des VC Minden im Teutoburger Wald zu Gast, um den Anschluss an den Tabellenführer aus Coesfeld nicht zu verlieren. Mit großem Erschrecken mussten die Weserländer jedoch feststellen, dass Lokalderbys auch aus Bielefelder Sicht eine ganz besondere Bedeutung zu haben scheinen. So gelang es uns abermals, den eigentlich nur noch sporadisch auflaufenden Jan Strate aus der Mottenkiste zu zaubern und letztendlich für alle überraschend doch ganze 12 Mann aufs Parkett zu stellen, um nach Möglichkeit den einen oder anderen Punkt gegen die unteren Relegationsränge einzufahren.

Der Gegner hingegen musste offenkundig etwas improvisieren, da der eine oder andere Spieler der Stammformation die Reise ins nahe gelegene Auswärtsspiel gar nicht erst angetreten hatte. Das könnte einen froh stimmen, wäre da nicht die Tatsache, dass wir selbst bereits des Öfteren beweisen konnten, dass derartige Formationen nicht selten zur Höchstform auflaufen und dem Widersacher so einiges Kopfzerbrechen bereiten können. Darüber hinaus haben die Mindener in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass sie sich niemals leichtfertig geschlagen geben und nahezu jeden scheinbar unerreichbar geglaubten Ball doch noch aus der Ackerfurche kratzen.

Entsprechend auf ein kämpferisches Spiel eingestellt sollten wir recht schnell eines Besseren belehrt werden. Gänzlich untypisch konnten wir innerhalb kurzer Zeit einen zunächst beruhigenden Vorsprung erarbeiten, ohne selbst außerordentlich glänzen zu müssen. Die gegnerischen Angreifer zeigten ungewohnt hohe Fehlerquoten und auch das sonst überaus druckvolle Aufschlagspiel bereitete uns diesmal kein Kopfzerbrechen. Im Gegenzug konnten wir jegliche Aufholgelüste durch erfolgreiche Angriffsaktionen auskontern. Von außen betrachtet plätscherte das Spiel so dahin, ohne dass die sonst übliche Bissigkeit eines Derbys aufkam und - viel wichtiger - ohne dass wir das Gefühl hatten, den Satz aus der Hand geben zu müssen. Dass es am Ende mit 26:24 recht knapp ausging, störte uns dabei recht wenig.

Satz 2 verlief ähnlich. Wieder gelang es, frühzeitig einen Vorsprung zu erspielen, der bis zum Satzende gehalten werden konnte. Wir zeigten dabei vermutlich nicht unseren besten Volleyball, spielten unseren Streifen aber routiniert und äußerst diszipliniert herunter. Insbesondere die drei J in der Mitte (Jannik, Jan und Jesco) ließen ihrem Gegenüber am Netz in Block und Angriff zumeist kaum eine Chance. Die durch Coach Apo eingewechselten Spieler fügten sich nahtlos ein und führten zu keinerlei Schwächung; auch Satz 2 wurde daher unserem Konto gutgeschrieben (25:20).

Im 3. Satz hingegen bäumten sich die Gäste nochmals auf, versuchten das Ruder herumzureißen und konnten einen kleinen Vorsprung erarbeiten, da wir bei eigener Annahme mehrfach Probleme hatten, den Ball im gegenüberliegenden Feld erfolgreich zu platzieren. Das Spiel wurde nun doch noch etwas bissiger und wieder zeigte die Gäste ungewohnt Nerven, als sie in Führung liegend Punkte durch Aufstellungsfehler und verschlagene Aufschläge verschenkten. Eine Serie unseres Aufschlagmonsters Jannik führte zum Satzende zur umjubelten Führung, bevor der 2. Matschball zum 26:24 auf Mindener Seite ins Netz taumelte. Die Freude war entsprechend groß, hatten wir doch glatt vergessen, dass es überhaupt zulässig ist, in dieser Saison ein Punktspiel bereits nach 3 absolvierten Sätzen zu beenden. Während die Weser-Buben ihren Tabellenplatz behielten und lediglich etwas den Anschluss zum Ersten verloren, konnten wir uns für ein paar Stunden sogar um 4 Positionen auf Platz 3 katapultieren, bevor es nach Beendigung der anderen Partien wieder zurück auf Platz 5 ging. Das zeigt, wie ausgeglichen das Oberliga-Mittelfeld diese Spielzeit beieinander liegt und lässt erahnen, wie wichtig am kommenden Wochenende ein Sieg in Bochum ist, um uns weiter von den Abstiegsplätzen zu distanzieren.

 

„Das Spiel sah leichter aus als es war. Diese 3 Punkte haben wir in erster Linie unserem disziplinierten Auftreten zu verdanken. So kann es weitergehen“, zeigte sich Übungsleiter Apostolos zufrieden mit der Vorstellung seiner Truppe.

 

Mittelmann Jannik hingegen konnte es noch immer nicht glauben: „Niemals im Leben hätte ich gedacht, dass ich so viele Aufschläge hintereinander machen kann, ohne mir zwischenzeitlich die Schuhe zuzubinden, einen kleinen Snack zu mir zu nehmen oder zumindest mal die WhatsApp-Nachrichten meiner Follower abzuchecken.“

Meldung vom 31.01.2019